Kurt Müller seit 65 Jahre aktiver Sänger - Jahresrückblick

2016 02 27 JHV 19Mudau | Als ältester Verein in der Gemeinde kann der Gesangverein „Frohsinn 1842“ Mudau im kommenden Jahr seinen 175. Geburtstag feiern was aber nicht heißen muss, dass man in die Jahre gekommen ist. „Wir wollen das bewährte im Verein und Chor nicht über Bord werfen, sondern mit neuen Ideen eine moderne Zukunftsgestaltung verbinden“. So 1. Vorsitzender Wolfgang Radauscher im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zur Pfalz“, zu der er auch Bürgermeister-Stellvertreter Walter Thier, Ortsvorsteher Siegfried Buchelt, Ehrenvorsitzenden Gerhard Kistner und Chorleiter Gerhard Bönig begrüßen konnte.

Nach der gesanglichen Eröffnung mit dem Badischen Sängerspruch und dem Gedenken an die im Berichtszeitraum verstorbenen Mitglieder, ging der Vorsitzende auf die Aktivitäten und Veranstaltungen im vergangenen Sängerjahr ein. Im Hinblick auf die demographischen und zeitgeistlichen Veränderungen, besonders in Chören und Gesangvereinen, betonte er, dass der Chor über einen guten Klangkörper mit einem Leistungsvermögen in guter Qualität verfüge. Dies habe man bei den zahlreichen Auftritten im weltlichen und kirchlichen Bereich eindrucksvoll beweisen können. Der Verein werde derzeit von 138 Mitgliedern, davon 40 aktive und 98 fördernde getragen, was allerdings einen merkbaren Rückgang bei den passiven Mitgliedern bedeute.

Zu einem vollen Erfolg avancierte die Serenade in der vereinseigenen Sängerlaube in lockerem Ambiente, mit gemeinsamem Volksliedersingen und gemütlichem Beisammensein. Auch der „Kleene Bus“ habe bei zwei Gastauftritten in Hardheim und Höpfingen den Verein hervorragend im Sängerkreis präsentiert. An dieser Stelle dankte der Vorsitzende allen, die sich für den Verein, Chor und die Gemeinschaft engagiert hatten, besonders aber dem Chorleiter Gerhard Bönig für seine hervorragende Arbeit bei den Proben und Auftritten, den Notenwarten Harald Grimm und Thomas Galm sowie Bernd Schäfer und Alois Friedel für die Betreuung des Sängerheimes und Manfred Müller für die Pflege der Homepage.

Weiter erinnerte Radauscher an die kulinarische Weinprobe, den Caféhausnachmittag, Laurentiusmarkt, den irischen Abend und die Vorstandssitzungen. Nachdem Schriftführer Gerald Hemberger über die Inhalte der Veranstaltungen und Aktivitäten ausführlich berichtet, Chorleiter Gerhard Bönig die Planungen für das laufende Sängerjahr vorgestellt und Kassenwart Andreas Müller über einen zufriedenstellenden Kassenstand berichtet hatten, bescheinigten die Kassenprüfer Stefan Galm und Klaus Schork eine einwandfreie Kassen- und Buchführung. Als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit erteilten die Mitglieder der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung.

Dem 1. Vorsitzenden Wolfgang Radauscher oblag es im Anschluss, einige besonders langjährige und verdiente Mitglieder für ihre Treue zum Verein und zum Deutschen Liedgut mit Ehrenurkunden, Ehrennadeln und Präsenten auszuzeichnen. Gewürdigt wurden für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft Karl Schlär und Alfons Breunig, und für 65 Jahre aktive Mitgliedschaft Kurt Müller. Die Geehrten hätten sich um den Verein mit Vorbildfunktion verdient gemacht.

Ein Sängerglas für fleißigen Probenbesuch erhielten: Karl Herkert (kein Auftritt versäumt), Gerhard Kistner, Werner Matt, Alois Friedel, Raimund Friedel, Gerald Hemberger, Karlheinz Keller, Uwe Lenz und Bernhard Schäfer (1-2 Auftritte versäumt). Bei nur drei bis vier Auftritten gefehlt hatten: Günther Baumbusch, Artur Galm, Andreas Müller, Alois Schnorr, Thomas Galm, Helmut Korger, Rolf Link, Thomas Link und Stefan Schäfer.

In den Grußworten wurde der hohe kulturelle und gesellschaftliche Stellenwert des Gesangvereins hervorgehoben und das Mitwirken bei den verschiedensten örtlichen Anlässen gewürdigt. Während der Umbauarbeiten im Probelokal ab April werden die Proben im Saal der „Pfalz“ abgehalten und die Proben für den „Kleene Bus“ finden ab sofort im vierzehntägigen Rhythmus statt, betonte der Vorsitzende abschließend der Versammlung und als Überleitung zum gemütlichen Beisammensein.

Bericht: Liane Merkle

Bilder: Liane Merkle und GV Mudau